© 2016 DJH Jugendherbergen in Bayern e.V. - Ein gemeinnütziges Unternehmen | Impressum| Datenschutz

Service Telefon: 089 922098 - 555

RECHTLICHES: VERSICHERUNGSSCHUTZ

Schüler und Lehrer sind auch auf Klassenfahrt durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert . Sie genießen während ihrer Betreuung, Bildung sowie auf den dafür notwendigen Wegen den vollen Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Unser Tipp:
Haftpflichtversicherungen abschließen!

  • Eine Schülerhaftpflichtversicherung kann vom Schul- oder Aufwandsträger abgeschlossen werden, generell oder für einzelne risikoreiche Schulveranstaltungen.
     

  • Den Eltern sollte nahegelegt werden, selbst eine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen, die solche Fälle einschließt. (Beispiel: Ein Schüler, der auf dem Schulweg aus eigener Schuld von einem Auto angefahren wird, ist zwar voll unfallversichert. Die Kosten für das beschädigte Auto sind jedoch ein Haftpflichtfall.)

Wer und Was ist auf Klassenfahrt durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert?


Schüler und Lehrer sind auch auf Klassenfahrt durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert . Sie genießen während ihrer Betreuung, Bildung sowie auf den dafür notwendigen Wegen den vollen Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Es besteht kein Versicherungschutz, bei Betätigungen, die mit dem Schulbesuch/Klassenfahrt rechtlich nicht wesentlich zusammenhängen. Widmet sich ein Schüler oder eine Schülerin auf Klassenfahrt rein persönlichen Belangen besteht kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.


Vorsätzliche Sachschäden durch Schüler verursacht


Die Schüler oder deren Erziehungsberechtigte sind dafür verantwortlich, wenn der Schüler vorsätzlich gehandelt hat. Dies bezieht sich auch auf das dem Schüler im Rahmen der schulischen Ausbildung anvertraute Eigentum Dritter (z.B.: Lehrbücher, Lernmittel, Lehrmittel usw.).

Bei erheblicher Sachbeschädigung von Schuleigentum ist der Schulaufwandsträger zu verständigen, der dann zivilrechtliche Schritte gegen die Erziehungsberechtigten unternehmen kann: Rechnungstellung, Mahnung, Zahlungsbefehl, Pfändung . . . Die Herausgabe von Zeugnissen kann wegen nicht zurückgegebener Lernmittel nicht verweigert werden!

Körperschäden durch Schüler verursacht
 
Verletzungen durch Schlägereien zählen zu den Schulunfällen und sind durch die Versicherung abgedeckt, wenn der Anlass der Schlägerei schulischer Art war (z.B. eine ausgeräumte Schultasche) und wenn die Verletzung nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde, d.h. wenn nicht „besondere Brutalität im Spiel war“. Schüler oder deren Erziehungsberechtigte können also in solchen Fällen nicht durch den gesetzlichen Unfallversicherungsträger im Rückgriff haftbar gemacht werden. Die Gewährung von Schmerzensgeld durch die GUV und durch den Schädiger scheidet aus.

Verletzung eines Schülers im Pausenhof durch einen Schneeball

 

Wirft ein Schüler einer anderen Schule auf seinem Nachhauseweg einen Schneeball von außerhalb in einen Pausenhof und verletzt dabei einen Schüler, so ist dies ein Schulunfall. Die Gewährung von Schmerzensgeld durch die GUV und durch den Schädiger scheidet aus.

Berufshaftpflicht oder private Haftpflichtversicherung auf Klassenfahrt?

Die Sicherheitsbestimmungen der Fachlehrpläne für Sport in der jeweils gültigen Fassung gelten auch für die Durchführung von Schulskikursen bzw. Schullandheimaufenthalten. Ferner sind die Veröffentlichungen der Unfallversicherungsträger in Bayern zu beachten.

Für Lehrer
Lehrer benötigen eine eigene Berufshaftpflichtversicherung zur Absicherung der besonderen Haftungsrisiken.
Die Berufshaftpflichtversicherung dient somit der Absicherung von Schäden, welche sie in Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeit Dritten fahrlässig zugefügt haben. Um den entsprechenden Risiken mit den finanziellen Folgen vorzubeugen empfiehlt es sich, soweit notwendig, neben der privaten Haftpflichtversicherung eine entsprechende Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Tipp: Stiftung Warentest hat sich auch dem Haftungsthema angenommen und umfangreiche Infos online gestellt.

Für Schüler

Schüler sind in der Haftpflichtversicherung der Eltern versichert, solange sie sich in der Schulausbildung befinden. Die Mitversicherung endet, sobald das Kind die Schul- und Berufsausbildung abgeschlossen hat und selber Geld verdienen könnte, spätestens aber mit Vollendung des 25. Lebensjahres.

Weiterführende Hinweise:

„Durchführungshinweise zu Schülerfahrten“ Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 9. Juli 2010 Az.: II.1-5 S 4432-6.61 208, Seite 7

JETZT LESEN >>

Infos des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zur Aufsichtspflicht. (KMBEk vom 11.12.2002 Abschnitt: Gesetzliche Schülerunfallversicherung)

JETZT LESEN >>

Infos zur Aufsichtspflicht und Versicherungsschutz bei „Kommunale Unfallversicherung Bayerns – Bayerische Landesunfallkasse“, die für Schulen als Versicherer zuständig ist.

JETZT LESEN >>

Quelle: Haftung

Art. 89 (2) Nr. 8
BayEUG

Oberstes
Bundesgericht
Az.: VI ZR 238/78

BGH VI ZR 18/87
vom 14.7.1987
Zeitschrift:
„Schulverwaltung“
Nr. 5/1989 S. 179